Samstag, 13. September 2008

Baustellengeschichte

Es war der sommer 84. da war dieser junge. frisch ausgelernt und gutverdienend. er bot mir geld und hiess sam. die sache begann eines nachmittags, als der chef nicht anwesend war. wir arbeiteten in der werkstatt, wärend draussen brütende hitze herrschte. der radio lief und der fentilator war aus. auf einmal fragte mich sam, ob ich ihm einen gefallen tue. Er würde mich auch dafür bezahlen. also eigentlich eine dienstleistung. er erklärte mir, er würde unheimlich gerne mir mit nem farbroller den rücken runterfahren - also voller farbe. Nein, war natürlich meine antwort. doch er er bot mir 100 franken an und meinte ich solle mich nicht so haben. das seie doch das geschäft meines lebens. wieso, wollte ich wissen. wieso so viel geld für sone kleine tat. da ist doch was faul. doch er beharrte darauf, dass er einfach speziell sei und solche bedürfnisse habe. es lockte mich immer mehr. was wäre schon dabei. er rollt mit ner 12 cm breiten rolle, in dispersion getaucht, mir den rücken runter und wieder rauf. Klar das shirt wäre dann nass, doch es war ja heiss. Ich willigte unsicher ein und wir begaben uns ins materialdepot, wo alle mittel vorhanden waren. als die dispersion und das röllchen parat lagen, hatte ich mich doch wieder umentschieden. ich dachte er würde mich linken. darauf zog er seine geldbörse, entnahm einen hunderterschein und knallte ihn vor mir auf den tisch. es verunsicherte mich wieder brutalst. er setzte noch einen drauf, indem er mir einen schriftlichen vertrag anbot. nun willigte ich ein- zum zweiten. er schrieb auf nen zettel: hiermit bestätige ich, dass noel 100 franken erhält, sobald ich ihm, mit einer rolle den rücken rauf und runter gerollt habe. Er und ich unterschrieben. mir erschien alles abgesichert. er hätte keinen ausweg mehr. er müsste mir die 100 franken geben. ich war irgendwie aufgeregt. obwohl kein grund dazu bestand. er nahm die rolle und tat es. er tauchte die walze in die farbe, ohne abzustreifen, klatschte mir die kühlnasse rolle an den rücken und bewegte sie langsam mit etwas druck bis zum gesässansatz. dort stoppte er. darauf meinte ich nur, er solle es zu ende bringen. doch schon krümmte sich sam vor lachen. zugleich ging mir ein licht auf. er bot mir die ganze zeit 100 franken für rauf und runter an. er fuhr aber nur runter und ich stand da wie ein arschloch mit nem weissen rücken. ich rastetet aus und er nahm seinen geldschein. er erholte sich erst nach 10 minuten wieder.

das wirklich dümmliche an der geschichte ist nicht nur meine naivität, sonder auch, dass sam selbst mir schonmal von diesem streich erzählt hatte.

ich war jung und brauchte das geld


(ja, es ist paul)

Kommentare:

cheerytree hat gesagt…

kein kommentar zur geschichte, aber ich werde dir geld schicken. für den psychiater. oder für den exorzisten. du darfst entscheiden.

honeyblossom hat gesagt…

ich werde mir das jetzt ausdrucken und dann werd ichs lesen, versprochen. als belohnung für deine mühen gestern.

miss_collin hat gesagt…

hey so sache hälfe der dini naivität abzlege u dis herni mängisch meh zbruche. ha mi o lang ned chönne erhole woni der u am sam zuegluegt han esch echt super gsi. aber es chonnt scho guet met der:-). greez hdg


my past for future

die netten